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 S. Staudenmaier

2007

 ------------2006 Teil 1

       

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Teil 2

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Neckar

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Rhein

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Rhein-Herne-

Kanal

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Mittellandkanal

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Elbe-Seiten-

Kanal

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Elbe

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Elbe-Lübeck-

Kanal

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Trave

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Kopperby

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2. Mai 2006, wir sind Startbereit

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Unsere Route

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Wie das Kaninchen auf der Autobahn (Rhein)

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Entlang dem Rhein gibt es jede Menge Schlösser und Burgen

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Das deutsche Eck

links die Mosel, rechts der Rhein

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Schleusenarbeit

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Handbetriebene Fähre Dover-Calais

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Kaffee-Zeit

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Mittellandkanal

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Schiffshebewerk Scharnebeck

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Mit dem Schiff mitten durch den Stadtpark 

von Lübeck

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Mast stellen bei der Teerhofinsel

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Segeln auf der Trave

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Die Passat

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Graswarder bei Heiligenhafen

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Der letzte Schlag war besch....

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Angekommen in Kopperby

 

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Überführung:

 Remseck (Neckar) nach Kopperby (Schlei)

Mai 2006

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Zusammenfassung:

  • Reisedauer 20 Tage

  • Gesamtstrecke: 1296 km 

  • 36 Schleusen, 1 Schiffs-Hebewerk

  • Flüsse und Kanäle: 

    • Neckar, 165 km, 21 Schleusen

    • Rhein, 352 km, 0 Schleusen

    • Ruhr, 5 km, 1 Schleuse

    • Rhein-Herne-Kanal, 44 km, 4 Schleusen

    • Dortmund-Ems-Kanal, 93 km, 1 Schleuse

    • Mittellandkanal, 234 km, 1 Schleuse

    • Elbe-Seitenkanal, 115 km, 2 Schleusen

    • Elbe, 4km, 0 Schleusen

    • Elbe-Lübeck-Kanal, 88 km, 7 Schleusen

    • Trave, 26 km, 0 Schleusen

    • Ostsee, 170 km

  • 123 Motorstunden, Verbrauch ca. 240 Liter Diesel

  • Durchschnittswerte:

    • Fahrzeit ca. 8 h/Tag

    • Geschwindigkeit 4,8 kn/h

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Reiseinfos:

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Endlich ist es soweit.

Nach der langen und teilweise auch anstrengenden Aus- und Umbauphase ist das Schiff wieder im Wasser, schwimmt und ist 

(oh Wunder) auch wieder Dicht. Nachdem alle Borddurchlässe erneuert wurden, neue hinzukamen und auch die Wellendichtung geändert wurde, war die Anspannung beim Kranen natürlich groß.

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Wir  sind schon vor ein paar Tagen auf dem Schiff eingezogen, haben einige Transportfahrten zwischen Wohnung und Schiff gemacht, um alle Dinge die wir mitnehmen wollen im Schiff zu verstauen.

Auf unserer Überführung an die Ostsee wird uns Harald begleiten,

er kommt einen Tag vor Reisebeginn an Bord und richtet sich häuslich ein.

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Bei strahlendem Sonnenschein starten wir am 03.05.06 um

9:15 Uhr in Remseck zu unserem "ersten Sommer auf dem Schiff".

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Unsere erste Etappe führte uns bis Laufen am Neckar.

Wir hatten an der ca. 2 Km langen Spundwand vor der Schleuse festgemacht und saßen gerade bei einem schönen Bier zusammen in der Plicht, als sich die Wasserschutzpolizei näherte.

Ich wusste gleich warum, da ich die Nexus ca. 20m hinter dem Schild "Schleusenbereich" festgemacht hatte. Hier waren Poller vorhanden und das Schiff war einfacher zu vertäuen.

Nachdem wir die kleine Zurechtweisung überstanden hatten, erklärten sich die Beamten bereit es bei einer mündlichen Verwarnung zu belassen, wenn wir das Schiff 20m nach hinten verlegen. Gesagt, Getan.

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Der Neckar hatte für uns sonst nicht mehr viel Neues zu bieten, da wir die Strecke zwischen Mannheim und Remseck schon öfter mit dem Schiff befahren haben.

Unsere nächsten Stopps waren in  Zwingenberg und in Heidelberg in der DLRG- Marina. Beides sehr nette Liegeplätze mit freundlichem Empfang.

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Am vierten Tag sind wir auf dem Rhein. Wir haben Glück, dass der Rhein kein Hochwasser hat, da er schon bei normalem Pegel eine Strömungsgeschwindigkeit von ca. 3-4 kn hat. Auch die engen Fahrwasser um die Loreley sind problemlos zu meistern.

Ab jetzt werden unsere Etappen dank der Strömung länger,

60 - 80 km pro Tag sind kein Problem. 

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Kurz vor dem deutschen Eck liegen wir in einer Marina in der Rheinlache und können abends einen Ausflug mit Biergartenbesuch ans deutsche Eck unternehmen.

Den Rhein abwärts gibt es unzählige Burgen und Schlösser, schöne Sandstrände und kleinere Seitenarme mit Marinas in denen wir am Abend festmachen können.

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Nach der Einfahrt in den Rhein-Herne-Kanal werden wir von der Wasserschutzpolizei gestoppt.

Die Herren sind sehr freundlich und wollen zuerst die Papiere sehen  und dann das Schiff inspizieren. Nach dem Vorzeigen von Rettungswesten, Fernglas, Hupe, Feuerlöscher,  Navigationshandbücher, usw. erhalten wir einen Aufkleber für ein vorbildlich ausgerüstetes Schiff und sind wieder etwas besänftigt. ;-)

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In der Marina Fuestrup sind links und rechts des Ufers Anlegestege.

Um über das Fahrwasser zu kommen ist eine kleine Seil-Fähre installiert, die per Hand über den Kanal gekurbelt wird. Die zwei Anlegestellen wurden Dover und Calais benannt. Ein echter Spaß für Jung und Alt.

Der Hafenmeister erzählte uns, dass wir nicht die einzigen Gäste aus Stuttgart wären. Das wollten wir genauer wissen und suchten das Schiff aus Stuttgart. Die Überraschung war riesig als wir mitten in Deutschland Bekannte von Denise trafen, die mit Ihrem Segelschiff seit längerer Zeit in dieser Marina liegen. 

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Am 12.05.06 hatten wir den Mittellandkanal erreicht.

Der Kanal ist auf langen Strecken gerade und etwas eintönig, die Ufer sind abwechselnd von Wiesen und Wald gesäumt und ab und zu sind kleinere Ortschaften in der Nähe.

Praktisch ist, dass in regelmäßigen Abständen Haltebuchten im Kanal sind in denen man Festmachen und Übernachten kann. Dadurch muss man die Etappen nicht im voraus planen, allerdings bieten diese Plätze meist keine Versorgungsmöglichkeiten.

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Auf der weiteren Fahrt durch den Elbe-Seiten-Kanal war ein Highlight das Schiffshebewerk Scharnebeck. Man fährt oben in eine riesige "Badewanne", Je ein Tor schließt den Kanal und die Wanne und dann wird die Wanne, die an unzähligen dicken Stahlseilen hängt, nach unten gefahren. Unten öffnet sich die Wanne und man kann ca. 24m tiefer seine Reise fortsetzen. Das Bauwerk ist wirklich beeindruckend, es gibt extra Ausflugsschiffe die mit den Touristen das Hebewerk nach oben und wieder herunter fahren.

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Nach kurzen 4 Kilometern die Elbe aufwärts, biegen wir bei Lauenburg in den Elbe-Lübeck-Kanal ein.

Lauenburg ist ein nettes Städtchen direkt an der Elbe mit vielen alten Fachwerkhäusern im Ortskern. Zu empfehlen ist das Restaurant "XOX" bei dem wir mit wunderschönem Elbe-Blick hervorragenden Fisch gegessen haben.

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Der  Elbe-Lübeck-Kanal erinnert ein wenig an die Kanäle in Frankreich. Er ist relativ schmal und landschaftlich reizvoll. Die Schleusen sind alle renoviert und die dazugehörigen Anlagen wurden wieder nett hergerichtet.

Absolut super ist die Fahrt durch den alten Stadtkanal von Lübeck

er hat nur eine Tiefe von ca. 1,8m und führt auf gewundenen Fahrwassern mitten durch den Stadtpark.

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Nachdem die letzte niedrige Brücke passiert ist, machen wir am 17.05.06 im Stettiner Yachtclub an der Teerhofinsel fest, um dort am nächsten Tag den Mast zu stellen. Leider ist es ein Regentag, aber nachdem der Mast steht, hört es auch auf zu regnen ;-)

Nachdem ich zum ersten Mal den Mast stelle, dauert alles etwas länger, aber der Hafenmeister ist super nett, hat Geduld und hilft trotz miesem Wetter mit Rat und Tat.

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Endlich sieht die NEXUS wieder wie ein Segelschiff aus.

Wir fahren die Trave abwärts bis Heiligenhafen an der Passat vorbei und hinaus auf die Ostsee.

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Zum ersten Mal werden die Segel gesetzt, und wir segeln bei achterlichem Wind bis Großenbrode.

Die nächste Etappe wurde etwas ungemütlich, da der Wind von vorne kam und stetig auffrischte. Im Fehmarnsund hatte sich eine sehr starke Strömung aufgebaut, und wir mussten unter der Fehmarnsundbrücke den Motor zur Hilfe nehmen. Wir beschlossen diesen Tag eine kürzere Etappe einzulegen und steuerten Heiligenhafen an.

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Die Letzte Etappe führte uns bedingt durch Schießübungen in großem Bogen um das Schießgebiet Todendorf herum auf direktem Weg in die Schlei.

Während des 53 sm langen Schlages gingen mehrere Gewitter mit starken Schauern über uns hinweg. Unsere Route kreuzte auch die Großschifffahrtsstrasse Richtung Kiel,  was bei diesen schlechten Sichtbedingungen sehr schwierig war. Wir mussten öfter parallel zur Schifffahrtstraße fahren, bis eine Lücke zwischen den Großschiffen groß genug war um die Schifffahrtsstraße im rechten Winkel zu überqueren.

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Am 22.05.2006 erreichten wir unseren vorläufigen Liegeplatz in der Schlei, bei Kopperby .

Die ersten Wochen nutzen wir, um die Nexus richtig einzurichten und die neue Technik und das Schiff  ausgiebig zu testen. Verschiedene Dinge waren noch zu optimieren beziehungsweise zu ergänzen.

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Am 20.06.2006 starteten wir dann zu unserem ersten größeren Törn.

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