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 S. Staudenmaier

2006

 ------------2005 

       

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Innenarbeiten

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Das Antifouling ist ab.

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Reparatur des Ruderblattes

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Erste Lackierversuche

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Lackieren

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Aufarbeitung des Teakdecks

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Elektrik kurz vor der Fertigstellung

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neue Schaltzentrale

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Neuer Ölofen

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Pumpeneinheit Wassermacher

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Decksarbeiten

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Motor mit 2. Lichtmaschine

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Überarbeitung und Umbau der NEXUS

Oktober 2004 - April 2006

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Nachfolgend ein kleiner Auszug aus unserer Arbeitsliste, die uns über anderthalb Jahre die komplette Freizeit inklusive Urlaub kostete.

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Außenarbeiten:

  • Als erstes wurde ein Zelt über die Nexus gebaut, damit auch über den Winter im Außenbereich gearbeitet werden konnte.

  • Die schlimmste Arbeit war das Abbeizen und Abkratzen des alten Antifoulings. Über die Jahre hinweg hatten sich doch einige Schichten angesammelt und ich wollte auch sicher gehen dass das Schiff nicht von Osmose befallen ist.

  • Am besten funktionierte folgende Arbeitsweise: Abends den Abbeizer auftragen und am nächsten morgen das angelöste Material mit einer Ziehklinge abziehen. Das Ganze muss je nach Schichtdicke öfter wiederholt werden.

  • Das Ruder hatte ein paar Risse durch die Wasser eindringen konnte und vom Füllmaterial aufgesaugt wurde. Ein Ausbau des Ruders war notwendig. Damit die Ruderwelle nach unten herausgezogen werden konnte wurde ein 1,5m tiefes Loch unter dem Schiff gegraben.

  • Nach dem Ausbau konnten wir das Ruder auftrennen und nach der Durchtrocknung neu laminieren.

  • Da die Borddurchlässe sehr kritische und sicherheitsrelevante Bauteile sind, wurden alle ausgebaut und durch neue ersetzt. Direkt auf jeden Durchlass wurden Absperrhähne in schwerer Ausführung montiert.

  • Auf den sauber angeschliffenen Rumpf wurde vorbeugend ein Osmoseschutzsystem aufgebracht. Danach wieder einige Schichten Antifouling.

  • Über der Wasserlinie wurde der Rumpf sauber angeschliffen an den Schadstellen gespachtelt und anschließend neu lackiert.

  • Am Decksaufbau haben wir nur die Zierstreifen neu lackiert, da diese ausgebleicht waren. Das Gelcoat wurde neu aufpoliert und eingewachst.

  • An Deck wurden alle Fenster ausgebaut, teilweise ersetzt und neu abgedichtet. Im Toilettenraum und der Achterkajüte haben wir je ein zusätzliches Fenster eingebaut.

  • Der Ankerkasten wurde deutlich vergrößert, damit eine elektrische Ankerwinsch und genügend Kette hineinpassen. Dazu wurde der alte Boden  herausgetrennt und weiter nach unten versetzt. Anschließend wurde der Ankerkasten verstärkt und mit den entsprechenden Auflagen für die Ankerwinsch neu laminiert.

  • Am Teakdeck musste ein Großteil der Fugen herausgeschnitten werden da die Fugen nicht mehr am Holz hafteten. Stundenlang schnitten, kratzten und schabten wir die Fugen frei. Danach konnte neu gefugt nach der Durchtrocknung der gesamte Decksbelag  überschliffen werden.

  • Alle Winschen wurden zerlegt und gewartet, neue Fallenstopper montiert, die Sprayhoodfenster erneuert und das Schiebeluk neu gebaut.

  • Ein zweites Vorstag für ein Sturmsegel wurde eingebaut. Die Krafteinleitung des unteren Beschlages konnte nach einigem Tüfteln in die neue Aussteifung des Ankerkastens integriert werden.

  • Da die Kabel im Mast schon spröde und oxidiert waren, wurden alle ausgetauscht. Ein neues Toplicht und eine neue Dampferlaterne waren auch notwendig.

  • Damit die wichtigsten Geräte am Steuerstand sind und dort auch bedient werden können, wurde ein Instrumententräger direkt am Steuerstand angebaut. 

  • Der Geräteträger wurde so modifiziert, dass daran die Radarantenne, verschiedene Antennen (Wetter, AIS, GPS), Solarzelle und Windgenerator montiert werden konnten.

  • In Vorfreude auf unsere Reise in wärmere Gefilde wurde am Heck eine Badeplattform montiert. Diese macht nicht nur das Baden sondern auch das ein- und aussteigen in das Schlauchboot einfacher.

  • Durch den Einbau einer Heckdusche können wir nun (vor Anker) im Freien auf der Badeplattform duschen, wodurch wir keine Feuchtigkeitsprobleme im Bad haben.

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Innenarbeiten:

  • Alle Wasserleitungen wurden ausgetauscht.

  • Ein neuer (2ter) Trinkwassertank wurde passend für den Bugstauraum aus Kunstoff angefertigt.

  • Neue Wasserhähne und Druckwasserpumpen wurden installiert

  • Dabei haben wir auch eine separate Pumpe mit Wasserhahn an der Spüle  vorgesehen, die von außen Wasser saugt und damit ein vorspülen mit Salzwasser ermöglicht. 

  • als absoluten Luxus haben wir uns einen Wassermacher (Umkehrosmoseanlage) eingebaut, damit können wir aus Seewasser sauberes Trinkwasser in ausreichender Menge herstellen. Zusammen mit unserer Energieversorgung über Wind und Sonne sind wir damit längere Zeit autark. Ein weiterer Vorteil ist, dass nicht zuviel Stauraum für Wassertanks verloren geht.

  • Die Toilette wurde ersetzt, und damit auch gleich der inzwischen vorgeschriebene Fäkalientank nachgerüstet.

  • Ein neuer Ölofen der stromlos mit Diesel funktioniert, wurde im Salon eingebaut und die vorhandene Gasheizung ausgebaut. Das heizen mit Gas ist zu teuer, und unterwegs ist das tauschen von leeren Gasflaschen oft umständlich, während Diesel überall leichter zu bekommen ist.

(Am liebsten würde ich auch noch das Kochen und Backen auf Diesel umstellen)

  • Der größte Arbeitsaufwand war der komplette Neuaufbau der Elektrik und Elektronik.

  • Alle Kabel wurden ausgebaut, und anschließend das Schiff komplett neu verkabelt. Durch die neu hinzugekommenen Geräte für Navigation, Energieversorgung und Steuerung waren natürlich auch deutlich mehr Kabel notwendig. Ich weis nicht wie viele Kilometer Kabel ich verlegt habe, aber zum Schluss waren teilweise armdicke Kabelbäume quer durchs Schiff verlegt.

  • Neue Geräte wie GPS, Radar, AIS, Logge und Echo wurden nachgerüstet und per NMEA miteinander vernetzt.

  • Da wir auf dem Schiff leben, haben wir zwangsweise auch mehr Dinge dabei wie jemand der nur wochenweise segelt. Aus diesem Grund war mehr Stauraum notwendig. Im Salon hatte das Schiff eine Lotsenkoje. Da wir diese nicht brauchen, wurden an dieser Stelle Schränke eingebaut.

  • In der Bugkajüte wurden noch Schwalbennester als geschlossene Schränke umgebaut.

  • Natürlich war eine komplette Motorüberholung notwendig. Alles im eingebauten Zustand da der Ausbau zu aufwendig gewesen wäre.

  • Die Ölwanne war undicht, und musste ausgebaut und neu abgedichtet werden.

  • Schläuche tauschen, Kühlwasserpumpe überholen, entkalken, neue Dieselfilter, teilweise Dichtungen tauschen, Ventile einstellen, Motorreinigung usw....

  • Gleichzeitig wurde auch noch eine zweite Lichtmaschine angebaut, die die Verbraucherbatterien separat lädt (als redundantes System)

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Ich habe hier wirklich nur einen Teil der Arbeiten dargestellt, aber ich denke an dieser Stelle reicht es aus um eine grobe Vorstellung zu erhalten welcher Arbeitsaufwand notwendig ist, um ein "altes Schiff" wieder auf den Stand der Technik zu bringen und "Langfahrttauglich" zu machen.

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